Unsere Story oder:
Korn, Wodka oder Tequila?

Long story short: 2016 haben sich vier feierfreudige Braunschweiger Studenten zusammengetan, um einen fertig gemixten Mexikaner auf den Markt zu bringen. Wir hatten zuvor unseren selbstgemischten Mexi immer für Partys produziert, der richtig gut ankam. So gut, dass wir uns irgendwann sagten: Amigos, dieser scharfe Mexikaner muss raus in die Welt und in die Regale der Supermärkte!

 

Wir wollten das perfekte Rezept entwickeln und natürlich stellten wir uns anfangs die Frage aller Fragen: Korn, Wodka oder Tequila als Mexikanerbasis? Klar war, dass Klarer in den Kurzen gehört. Nur welcher? 

Was ist eigentlich der Unterschied zwischen Wodka, Korn und Tequila?​

Korn

Korn ist ein klarer Brand, der aus Getreide hergestellt wird, meist Roggen oder Weizen. Er muss mindestens 32 % vol. haben und wird meist höher destilliert und dann mit Wasser auf den finalen Alkoholgehalt verdünnt und anschließend abgefüllt. Der Geschmack vom Korn bleibt erhalten.

Wodka

Wodka hat einen Alkoholgehalt von mindestens 37,5 % vol. und gehört ebenfalls zu den klaren Spirituosen. Wodka wird aus Getreide, bevorzugt Roggen, aber auch Melasse, Trauben oder Kartoffeln hergestellt. Auch Wodka wird meist höher destilliert, dann mit Wasser auf den finalen Alkoholgehalt verdünnt und anschließend abgefüllt. Die klare Spirituose wird mehrmals filtriert, um die Fuselstoffe herauszubekommen. Nach diesem Vorgang besteht der Wodka fast nur noch aus Ethanol (Trinkalkohol) und Wasser und hat den Geschmack des benutzten Korns verloren. Wodka hat also einen fast neutralen Geschmack und dient als Basis vieler Cocktails.

Tequila

Tequila ist ein Mezcal, eine mexikanische Spirituose, mit meist 40 % vol. Sie wird aus dem Fruchtfleisch der Blauen Agave hergestellt. 51 % des Zuckers zur Tequilaherstellung muss von dieser Pflanze kommen, sonst darf sich der Mezcal nicht Tequila nennen. Der Agavenmost wird fermentiert und nach mehrfacher Destillation entsteht der klare Tequila.

Tomatensaft bis der Arzt kommt

Selbstgemachter Mexikaner wird durch einen Trichter in eine Glasflasche gegossen

Monatelang haben wir dann etliche Tomatensäfte verkostet. Wir haben auch verschiedene Alkoholsorten probiert – das war anfangs übrigens echt unterhaltsam und wurde am Ende immer anstrengender. 

Ursprünglich wurde der Ur-Mexikaner in der Kiezkneipe Steppenwolf auf St. Pauli mit Obstbrand angemischt. Dies sollte den Geschmack des Obstbrandes durch die Tomate und ordentlich Schärfe zu übertünchen. Wir haben das auch mal getestet. Schmeckt grausam. Tomate hat einfach nicht genug Zucker, um den intensiven Obstlergeschmack zu überdecken. In Hamburg mischt man Mexikaner mittlerweile traditionell und vielerorts übrigens mit Korn an.

Rum in Mexikaner?

Es gibt auch ganz wenige Mexikaner, die Tequila als Alkoholbasis nutzen. Doch der Eigengeschmack ist noch intensiver als beim Korn. Glaubt uns, wir haben wirklich alle Kombinationen getestet: Mexikaner auf Kornbasis, auf Tequilabasis, sogar auf Rumbasis. Nichts davon hat uns geschmacklich hundertprozentig überzeugt.

Außer eine Spirituose: Wir haben uns für Wodka entschieden. Korn ist nicht so stark gefiltert wie Wodka. Dadurch hatte er uns einen zu starken Eigengeschmack, der unsere Gewürze und den Geschmack der Tomate zu sehr überdeckte. Wodka ist zurückhaltender, feiner, neutraler. Dadurch wird der Papa Fuego Mexikaner tomatiger, fruchtiger, runder im Geschmack. Einfach besser. Und natürlich feuriger. Letztlich ist es eine Glaubensfrage, mit welcher Spirituose als Basis der Mexikaner entsteht. Die Story von Papa Fuego Mexikaner wird mit Wodka geschrieben.
Nachdem wir die perfekte Spirituose für unseren Mexikaner gefunden hatten, ging es weiter mit der Rezeptur: Wir haben Gewürzkombinationen getestet und Schärfeschmerzgrenzen erweitert.

Zwei Männer füllen mit einer Spritze Chili in ein Reagenzglas in einer Gastroküche

Dann war da noch die Sache mit dem Namen. Er sollte die Schärfe widerspiegeln und natürlich Lust auf unsere Shots machen. Das Brainstorming ging los: Mexikaner, Feuer, Fuego. Don Fuego? Löwenfeuer? Alles nicht so richtig zündend. Irgendwann war die Lösung da: Denn Philipps Spitzname war damals Papa. Und immer, wenn er bei den Partys erschien, hieß es: Der Papa ist da! Da war es bis Papa Fuego nicht mehr weit und unser Name war geboren. 

 

Im Frühjahr 2017 whaben wir die Firma gegründet und im Frühsommer wurde es dann ernst und Papa Fuego wurde in den ersten Supermärkten verkauft. 

Zwei Männer öffnen Pakete mit Glasflaschen, die auf Paletten stehen
Ein Mann etikettiert Flaschen mit Mexikaner
Ein Mann mit Poncho verkleidet hält zwei Mexikanerflaschen vor einem Verkaufstresen im Supermarkt in die Kamera

Mittlerweile widmen sich zwei der Jungs anderen Projekten. Oliver und Philipp führen Papa Fuego mit viel Herzblut und Leidenschaft. 

Zwei Männer mit Sombreros und Ponchos trinken Mexikaner Schnaps

Aus unserer Schnapsidee ist ein Startup geworden, dass mittlerweile drei Getränke auf den Markt gebracht hat: Mexikaner mittelscharf, Mexikaner sehr scharf und Maracuja. Alle Infos zu unseren Produkten findet ihr hier. In diesem Sinne: Prost Amigos!